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Stille Stars V: Zwei Frauen halten 50 Sternsinger zusammen

 

Jedes Jahr Anfang Januar machen sich in unseren Gemeinden die Sternsinger auf den Weg. Im Namen des Kinderhilfswerks sammeln sie für das Schulprojekt von Pfarrer John Kyazze in Kagoma/Uganda. Die Vorbereitungen für die Sternsingeraktion laufen jedoch schon viel früher an. Verantwortlich dafür sind in Türkenfeld Christa Jansen und Traudel Konrad. Im Gespräch stellen sie ihre Arbeit vor.

 

Seit drei Jahren organisieren Sie beide in Türkenfeld für die Pfarrei die Sternsingeraktion. Wie kam es dazu?

Traudel Konrad: Ich hatte bereits 2006 mitgeholfen. Damals hatte mich Elisabeth Lindermayr gefragt. Im Jahr darauf kam Christa Jansen auf mich zu, ob wir die Aktion 2007 nicht gemeinsam organisieren könnten.

Christa Jansen: Seit 2006 bin ich im Pfarrgemeinderat und kümmere mich dort auch um die Ministranten. Da sehr viele Minis bei den Sternsingern mitmachen, lag es nahe, die Vorbereitung zu übernehmen. In Traudel Konrad habe ich dann gleich eine Mitstreiterin gefunden.

 

Wann fangen Sie denn mit den Vorbereitungen fürs Sternsingen an?

Jansen: Im Oktober sitzen wir das erste Mal zusammen. Da wird überlegt, an welchen Tagen die Sternsinger unterwegs sein sollen, welche Gewänder sie brauchen und wer von uns beiden am Einführungstag der Diözese teilnimmt. Der findet immer Ende Oktober/Anfang November statt. Dort erfahren wir mehr zum Motto der jeweiligen Dreikönigsaktion, außerdem Details über das Kinderhilfswerk und seine Projekte.

 

Und wie geht’s danach weiter?

Konrad: Im November bereiten wir einen ersten Hinweis für das Pfarrblatt vor. In der ersten Dezemberwoche können sich dann alle Kinder und Jugendliche anmelden, die beim Sternsingen mitmachen wollen. Dabei geben wir auch gleich die Gewänder aus.

Jansen: Bis Mitte Dezember sitzen Traudel und ich dann zwei- bis drei Mal zusammen, um die Gruppen einzuteilen und festzulegen, welche Straßen sie gehen und wo sie zu Mittag essen. In der Woche vor Weihnachten muss die Planung stehen, vor allem müssen auch alle Beteiligten informiert sein.

Konrad: Zwischen Weihnachten und Neujahr laufen die letzten Absprachen zwischen Christa und mir vor allem übers Telefon. Außerdem stelle ich pro Sternsingergruppe die Materialtüten zusammen. Kohle, Weihrauch, Kerze, Feuerzeug, Kreide und Info-Zettel kommen da hinein. Außerdem braucht jede Gruppe eine Sammelbox. Manchmal sind auch noch kurzfristig einige Kronen für unsere Könige und Sternträger zu basteln.

 

Wie viele Gruppen sind denn unterwegs?

Jansen: In diesem Jahr waren es insgesamt 13 Gruppen, am ersten Tag in Neu-Türkenfeld sechs, am zweiten in Alt-Türkenfeld sieben. Jede Gruppe besteht aus vier Kindern und einer älteren Begleitperson. Insgesamt waren heuer 48 Kinder im Einsatz. Der jüngste Sternsinger war erst 6 Jahre alt, die drei ältesten waren 14.

 

Was ist denn die größte Herausforderung bei der ganzen Vorbereitung?

Jansen: Festzulegen, wer mit wem in welcher Gruppe geht. Sie glauben gar nicht, auf was man dabei achten muss. Wie verteile ich Mädchen und Buben? Wie mische ich jüngere mit älteren? Wie schaffe ich es, dass Freundinnen und Freunde miteinander gehen können?

Konrad: Dieses Jahr hatten wir auch bis zuletzt Probleme, Familien zu finden, bei denen die Sternsinger zu Mittag essen konnten. Es war auch schwieriger, genügend Sternsinger zusammen zu bringen. Ich bin sogar in der Schule gewesen, habe dort das Schulprojekt von Pfarrer John vorgestellt und einige Sternsinger angeworben. Zuletzt haben wir es aber geschafft, alles unter einen Hut zu bekommen.

 

Es ist doch sicher ein schönes Gefühl, wenn am Ende dann eine so stolze Summe für das Schulprojekt gesammelt wurde?

Beide: Sicher freuen wir uns immer über das Sammelergebnis, aber der schönste Moment für uns ist immer der, wenn die Kinder von der Tour zurückkommen. Das sollten Sie mal erleben! Da kommt bei jedem, ob klein oder groß, Stolz und Begeisterung rüber, dass man dabei gewesen ist. Die einen erzählen, was sie erlebt haben. Jeder will wissen, wie viel „seine“ Gruppe gesammelt hat, ob es mehr oder weniger als bei den anderen ist und ob man als erster wieder zurück war. Wenn dann noch einer sagt, dass er das nächste Mal wieder mitmachen möchte, dann tut das besonders gut.

 

 

Nachbemerkung: Natürlich sind auch in Zankenhausen die Sternsinger unterwegs. Zwei Gruppen besuchten dort am 6. Januar alle Haushalte. Verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Aktion ist Sieglinde Walcher.

 

 

 

Dies & das: Was Sternsinger 2010 erlebten

Franziska, Lara, Sophie und Selina wurden von Ruth und Rebecca begleitet. Ihr „Running Gag“ unterwegs hieß „soft caaikes“. Diese Sorte Kekse hatten sie ziemlich am Anfang ihrer Tour geschenkt bekommen und mit Soft-Cake-Sprüchen hielten sie sich wechselseitig bis zu ihrer Rückkehr ins Pfarrheim bei guter Laune. Weitere Eindrücke: Bei einer Familie wurden sie in das Haus hinein gebeten und durften das ganze Erdgeschoss mit Weihrauch segnen. „Sehr lecker“ war das Geschnetzelte, das es zu Mittag gab.

 

Antonia, Veronika, Dominik und Maximilian mit Begleiterin Sonja Salomon hatten es auf ihrer Tour mit vielen älteren Leuten zu tun. Manchmal mussten sie ihre Segenswünsche sehr laut aufsagen oder wiederholen, da etliche nicht mehr so gut hören konnten. Bis auf einmal wurden sie überall freundlich empfangen.

 

Aurelian, Klara, Corinna, Amelie und ihre Begleiterin Gerti Klaß trafen an einem Haus auf einen „Riesenhund“. Ihre anfängliche Angst zu klingeln war aber unbegründet. Der Hund entpuppte sich als ganz netter, und in diesem Haus bekamen sie sogar Kinderpunsch ausgeschenkt. Weniger freundlich war der Ausspruch „Danke fürs Kinder aufwecken!“, nachdem sie an einer anderen Haustür geklingelt hatten. Alle anderen, die sie besuchten, waren aber „echt nett“. Eine Familie, die nicht da war, hatte ihnen sogar einen Umschlag hingelegt.

 

Theresa, Fiona, Marcel und Manfred waren mit Silvia Klaß unterwegs. Sie freuten sich, dass bei ihnen alle aufgemacht hatten und freundlich zu ihnen waren. Beim Mittagessen im Gasthof Hartl durften sie zwischen der kleinen und großen Schnitzel-Variante wählen. Jeder der vier wählte das große Schnitzel (mit Pommes natürlich!) und ließ sich auch das Eis zur Nachspeise nicht nehmen.

 

Interview und Texte: Gerhard Meißner

 

Katholisches Pfarramt Mariä Himmelfahrt  | pfarramt-tuerkenfeld[at]bistum-augsburg.de