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Stille Stars III: Die Zwei vom Schlüsseldienst

Die dritte Folge unserer „Stillen Stars“ zeigt, wem wir es zu verdanken haben, dass in Türkenfeld den Besuchern unserer Pfarrkirche die Türen immer offen stehen.

Montag, kurz nach 7 Uhr: In der Gollenbergstraße holt Adi Schwarzhuber sein Fahrrad aus der Garage. Er radelt zur Kirche und sperrt dort als erstes die Außen- und Innentüre auf. Dann sieht er nach, ob genügend Opferlichter im Vorzeichen der Kirche liegen, füllt sie auf, nimmt die abgebrannten mit und radelt wieder nach Hause.

Nochmals Montag, gegen 20 Uhr: Wieder schwingt sich Adi aufs Rad und fährt zur Kirche. Er sieht nach, ob alle Kerzen gelöscht sind, vergewissert sich, dass niemand mehr in der Kirche ist, sperrt die Türen zu und radelt wieder heim. Zwei Wochen lang wiederholt sich dieser 20- bis 30-minütige Vorgang zweimal bzw. an Tagen mit Früh- oder Abendmesse einmal täglich. Danach hat Adi Schwarzhuber frei und Manfred Reichel übernimmt für 14 Tage die Verantwortung fürs Öffnen und Schließen der Kirche. Für ihn ist der Weg von seiner Wohnung bis zur Kirche näher, er legt ihn meist zu Fuß zurück.

Seit November 2006 sind Adi und Manfred zuverlässige Garanten dafür, dass Kirchgänger und Besucher unsere Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt geöffnet vorfinden. Die beiden verstehen sich mittlerweile ohne große Absprachen. Wenn einer im Urlaub ist, hilft der andere aus und umgekehrt. Adi erzählt: „Jetzt, im Sommer und bei gutem Wetter, ist der Morgen- und Abendspaziergang eine angenehme Abwechslung. Im Winter allerdings, wenn es schneit und recht kalt ist, kostet der Weg schon Überwindung.“ Und Manfred ergänzt: „Aber als Rentner haben wir ja Zeit, und die Leute verlassen sich darauf, dass wir da sind.“ So wie vor kurzem ein junger Mann. Geduldig wartete er mehrere Tage hintereinander schon in der Früh darauf, dass er in die Kirche hinein und beten konnte.

„Manchmal müssen aber auch wir warten“, berichtet Manfred Reichel. „Im Winter sperren wir abends schon früher zu. Da ist es mir auch schon passiert, dass eine Gruppe junger Leute im Kerzenschein noch beim Beten und Singen der Vesper war. Da habe ich mich einfach hinten dazu gesetzt.“

 Fingerspitzengefühl gehört neben Zuverlässigkeit also auch zu diesem, für unsere ganze Gemeinde so wichtigen Dienst. Bei aller Gewissenhaftigkeit kann es trotzdem vorkommen, dass zugeschlossen wird und noch jemand auf der Empore ist. „Aber das ist nur ein einziges Mal passiert“, wirft Manfred ein. Der Eingeschlossene musste auch nicht die ganze Nacht in der Kirche verbringen. Er hatte ein Handy dabei und konnte so den Pfarrer herbeirufen. Seither gehen Adi und Manfred vor dem Zusperren sicherheitshalber auch noch auf die Empore hinauf. Schließlich kann man ja nie wissen!

 

 

Gerhard Meißner, Pfarrgemeinderat Türkenfeld

 

Katholisches Pfarramt Mariä Himmelfahrt  | pfarramt-tuerkenfeld[at]bistum-augsburg.de