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Stille Stars IV: Pfarrbriefe: Letzter Schliff in Handarbeit

Seit Anfang 2009 stellen wir immer wieder Personen vor, die sich in der Pfarrei engagieren. Die vierte Folge unserer „Stillen Stars“ zeigt, wer dahinter steckt, dass unsere Pfarrbriefe zusammengelegt werden. Den letzten Schliff bekommen sie in der Regel an einem Küchentisch. 15 bis 20 Mal im Jahr passiert das. Lesen Sie dazu mehr.

Klack, klack, klack – soeben hat die Falzmaschine das letzte der gefalteten A5-Blätter ausgespuckt. Fein säuberlich liegen jetzt jeweils 550 Stück in zwei Stapeln im Karton. Der neue Pfarrbrief ist fertig. Nein, noch nicht ganz! Denn Blatt 1 und Blatt 2 müssen noch zusammengefügt werden. Außerdem gehört in die Pfarrbriefe dieses Mal auch noch ein Spendenkuvert zum Diaspora-Sonntag. Für diesen letzten Schritt ist jetzt Handarbeit angesagt.

 

Ottilie Klaß wartet schon auf die insgesamt 1100 gefalteten Blätter. Immer wenn ein neuer Pfarrbrief ansteht, holt sie sich die Bogen im Pfarrhof ab und bringt sie zu sich nach Hause in die Duringstraße. Dort, am Küchentisch, liegen dann die Deckblätter und Innenteile auf zwei Haufen. Blatt für Blatt werden sie ineinander geschoben und das Spendenkuvert hineingelegt. Rund eine Stunde später ist Ottilie fertig und liefert die Pfarrbriefe in ihrem Einkaufskorb wieder im Pfarrhof ab. Wenig später liegen sie in der Kirche auf.

Im Schnitt alle drei Wochen wiederholt sich dieser Vorgang. Verzögert sich das Drucken und Falzen, wird es eng mit der Zeit. Dann hilft bei Klaßens auch schon mal die ganze Familie mit: Enkel Max und Enkelin Theresa, ihr Mann Max oder Schwiegertochter Silvia, ihres Zeichens auch Mesnerin und für den Blumenschmuck in der Kirche zuständig.

 Auf die Frage, warum sie sich bereit erklärt hat, die Pfarrbriefe zusammenzulegen, antwortet Ottilie spontan: „Wenn’s um so was geht, das kann ich auch noch in meinem Alter tun.“ Und dann fügt sie hinzu: „Ich bin das Zusammenhelfen g’wohnt, des war schon in der kleinen Gmoa so, wo ich herkomm.“ Die kleine Gemeinde, die sie meint, ist Hochdorf im Landkreis Aichach/Friedberg. Von dort kam Ottilie 1965 nach Türkenfeld, heiratete Max Klaß und versorgte seither Familie, Haus und Hof. Das Mithelfen behielt sie auch in der neuen „Gmoa“, immer bei.

 

 Rund 20 Pfarrbriefe gibt es innerhalb eines Jahres, zwei davon, nämlich der Weihnachts- und Osterpfarrbrief, sind umfangreicher als die anderen. Da sie an alle Haushalte in Türkenfeld und Zankenhausen verteilt werden, ist ihre Auflage auch fast dreimal so hoch. Für das Zusammenlegen dieser Pfarrbriefe wäre eine Person zu wenig. Gewöhnlich helfen dann Angela Rattay, Inge Schwanghard, Josef Bichlmaier und Mitglieder des Pfarrgemeinderats bei der Arbeit mit. Zu dieser Aktion treffen sich alle im Pfarrheim, denn der Klaß’sche Küchentisch in der Duringstraße ist für die vielen Stapel definitiv zu klein.

 

Text und Foto: Gerhard Meißner

 

Katholisches Pfarramt Mariä Himmelfahrt  | pfarramt-tuerkenfeld[at]bistum-augsburg.de